Abgesehen von der alten franzoesischen Kirche findet man in Saigon viel modernen Beton, Stahl und Glas, vom franzoesischen Flair allerdings kaum mehr etwas. Dafuer um so mehr Dreck. Interessant sind die Museen die objektiv und unparteiisch die Geschichte der heldenhaften Verteidiger des vietnamesischen Volkes schildern. Ebenfalls sehenswert ist die nahegelegene Ebene von Cu Chi, Standort ausgedehnter Tunnelsysteme aus dem zweiten Vietnamkrieg. Durch die wir selbstverstaendlich geschluppt sind. Um dem geschichtsbeflissenen Touristen ein moeglichst authentisches Gefuehl zu vermitteln haben sich Charlies Erben noch was Besonderes einfallen lassen und einen Schiessstand mit den verbreitetsten Waffen des Krieges ausgestattet. Die Gelegenheit die Waffen aus unseren lieb_lingscomputerspielen in natura auszuprobieren liessen wir Buben uns natuerlich nicht entgehen.
M 16
Die gute alte AK 47
M1 Garand
Anschliessend gings weiter nach Kambodscha und zwar nach Phnom Penh, die Welthauptstadt penetranter Bettler und aufdringlicher Tuk-Tuk-Fahrer (Tuk-Tuk = Motorroller-Rikscha). Diese raeudigen Kasper bringen es fertig einem 3 Minuten nachzulaufen um einem seine Dienste aufzuschwatzen. Man kann keine Mahlzeit zu sich nehmen ohne nicht von einem Buch-, Drogen- oder Schambelverkaeufer angelabert zu werden. Einmal kamen in 60 Sekunden 5 dieser Voegel an unseren Tisch, fliegender Wechsel der fliegenden Haendler. Viele jedoch machen sich die Muehe des Verkaufens gar nicht erst, sondern betteln einfach. Selbst kleine Kinder halten mit absoluter Selbstverstaendlichkeit wortlos die Haende auf, sobald sie einen Weissen vorbeilaufen sehen.
Aber auch nette Einheimische haben wir kennengelernt. Die selbe Geschichte wie ueberall. Jeder dahergelaufene Strolch will dir was aufschwatzen, sobald du aber normale Leute kennenlernst sind die meist sehr nett.
Noch grausliger als die Nachstellungen der Strassenstrolche sind allerdings das Foltergefaengnis Toul Sleng (eine ehemalige Schule) und die kambodschanische Version des KZ's, die Killing Fields. In rund 3,5 Jahren haben die roten Khmer es fertiggebracht 8 Prozent des ganzen Volkes zu ermorden, weitere 16% sind gleichzeitig noch verhungert, so dass am Ende ihrer Herrschaft ein Viertel des Volkes gestorben war!
Und als ob das nicht genug waere haben die Voegel auch noch im ganzen Land alles kaputtgeschlagen, was irgendwie von Wert war.
Mittlerweile sind wir in Siam Reap, der Stadt bei Angkor Wat angekommen. Wir planen die 7km dorthin und die Wege auf dem Quadratkilometer grossen Areal mit dem Rad zurueckzulegen. Unser geschaeftstuechtiger Hotelmanager hat uns jedoch gewarnt. Die weite Strecke sei sehr anstrengend und zudem gefaehrlich! Es koennte uns ein Regenschauer heimsuchen und mit Kaelte, Naesse und schwerem Siechtum schlagen. Wir haben ein wenig Angst, wollen uns jedoch von unseren Plaenen nicht abhalten lassen. Katrin kann das Moped haben, falls uns die Seuche dahinrafft.
Ansonsten ist alles beim Alten, weitere Attacken heiratswuetiger Damen konnten erfolgreich, wenn auch knapp (man beachte die Kette), abgeschlagen werden.
Noch ein paar Postkartenbilder:
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