Donnerstag, 12. August 2010

Schraeche Voechel un Vochelhaisle

Neue Nachrichten aus Chiang Mai. Nach unseren Bangkokurlaub waren wir erstmal am Strand, und zwar in Pattaya. Ausgehalten haben wir es in diesem Hoellenloch allerdings nicht lange. In der ganzen Stadt findet man nur bierbaeuchige deutsche Rentner, englische Stiernacken und deren "Freundinnen" - oder solche Damen, die es werden wollen. Die Stadt besteht aus europaeischen Restaurants, Staenden und Laeden fuer gefaelschte Markenware, Schneidereien und zwielichtigen Etablisments. Deren weibliche Belegschaft stimmt, wenn man vorbeilaeuft, ein derartiges Gekreische und Geheule an, dass es selbst Haeuptling Geronimo und seinen Apachen Angst und bange wuerde. Unterhalten kann man sich hier als normaler Mensch eigentlich mit niemandem. Aus Gruenden des Jugendschutzes nicht mehr zu diesem frivolen Thema, jedoch wollten wir euch das eine Bild nicht vorenthalten. Offensichtlich war der Pilot des AOK-Choppers hinten links des alleinigen Cruisens ueberdruessig und hat seiner ca. 50 Jahre juengeren Freundin kurzerhand ein aehnliches Kaerchel zur Verfuegung gestellt. Keep on rollin.

Nach zwei Tagen ergriffen wir die Flucht und sind mittels Bus zurueck nach Bangkok und von dort mit dem Schlafwagen ins 15h entfernte Chiang Mai gefahren. Morgen wird es ernst, denn wir machen ein paar Tage eine Trekkingtour und werden uns durch den Dschungel schlagen. Doch liebe Mamas, keine Angst, so anstrengend kann es nicht sein. Die Gruppe vor uns bestand aus Paerchen im besten Alter und ca. 3 Tonnen Englaenderinnen. Kalt ist es auch nicht im geringsten, es hat 35 Grad!
Ein bleibendes Andenken haben wir uns allerdings gegoennt, auch Tattowierungen sind in Pattaya sehr guenstig am Strand zu erwerben. Partnerlook!


Mit den guenstigen Erwerbungen ist es hier allgemein so eine Sache. Derart aufdringliche Verkaeufer wie in Thailand finden sich wohl nirgends auf der Welt. Und buchstaeblich fast jeder in diesem Land will einem was aufschwatzen oder einem bescheissen. Oder idealerweise gleich beides. Auch wenn alles hier sehr billig ist, das ist schon extrem laestig. WIr sind also recht froh die genannten schraegen Voegel fuer ein paar Tage hinter uns zu lassen und stattdessen mit Tigern zu kuscheln.
Doch Schluss mit dem Gemotze, natuerlich ist der Urlaub abseits dieser Einschaenkungen interessant und faszinierend und wir lernen eine Menge netter Leute kennen. Hier noch ein paar Eindruecke. Voegel sind in Thailand beispielsweise sehr beliebt, fas jedes Haus verfuegt ueber ein prunkvolles Vogelhaeuschen, oft prunkvoller als das eigentliche Haus. Eine Auswahl:











Samstag, 7. August 2010

En haufe Tempel







Wir korrigieren uns, die groesste Bevoelkerungsgruppe in Bangkok sind nicht die ueberall represaenten Hippies oder komische Backpackkaschber, sondern tatsaechlich Tempel. An jeder Ecke gibt es einen, der noch groesser, bunter und golduebersaehter ist als der vorherige. Wir, als natuerlich saubere Menschen, mussten sogar unsere Schuhe ausziehen um dort hineinzugelangen. Ausserdem haben wir den thailaendischen Kidrock getroffen. Dieser Typ hat blond gebliechte lange Haare, einen lustigen Hut und sitzt jeden Tag an der selben Strassenecke und Nachts pennt er sogar dort. Mit nichts bekleidet ausser einem Led Zeppelin-Shirt. Wir vermuten, zum kacken geht er in die naechstgelegene Telefonzelle und beschimpft Passanten, dass sie aus seinem Badezimmer verschwinden sollen.
Nach dem 20. Tempel haben wir auch genug von den Tempeln und Bangkok, morgen geht es endlich fuer ein paar Tage zum 2. besten Stand der Welt (laut unserem norwegischem Trinkkumpanen).

Donnerstag, 5. August 2010

Viel zu verzeehle

















Nach mittlerweie 4 Tagen haben wir nun in ganze Menge zu berichten. Zum Ersten: Bangkok ist riesengross und voller Gegensaetze. Wir sind heute ein paar Stunden durch die Stadt geschlappt und haben einiges Gesehen. Neben goldstrotznden Tempeln im besten Pflegezustand findet man verwinkelte Gaesschen voller Unrat, Moped-Ersatzteilen und raeudiger Hunde (im Wortsinne raeudig). Das ganze Getier, von dem es hier ubrigens wimmelt - wie auch von Alt-Hippies - ist generell meist in einem erbaermlichen Zustand. Oder in gebratenem. Wolkenkratzer wechseln sich ab mit Wellblechhuetten. Nagelneue Limousinen sueddeutscher Provinienz parken neben Pennern, die auf dem Buergersteig im Wortsinne pennen - oder sich ungeniert am Sack kratzen. Alle naslang kommt irgend ein Vogel, der dir Schambel andrehen will - darunter auch burmesische Kinder im Grundschulalter die, dank Aufputschmitteln, bis spaet in die Nacht Rosen verkaufen. Ausgerechnet an uns! Oder verwitterte Eingeborenenomas, die Rasslerhuete mit traditionell asiatischen Strass-Applikationen und hoelzernes Krachspielzeug verchecken.
Generell herrscht hier 24/7 ein infernalischer Radau. An jeder Ecke tuckert, knattert, roehrt und knallt es - wie bei Peters Ruckelkiste - und dazu stinkt es abwechselnd nach Faeulnis, Abgasen, Garkuechenfeuer und Abwasser - wie bei Marx Mudder in der Kueche. Doch es gibt natuerlich auch schoene Stellen. Alex beispielsweise wuerde angesichts der putzigen Innendeko vom 04.08.2010, 19:18 sicherlich Heimweh nach seinem alten Zimmer bekommen.

Alles in allem eine interessante Stadt aber es langt langsam. Gut, dass es bald in den Dschungel geht.

Dienstag, 3. August 2010

Noch n Daach

Servus,

so langsam haben wir uns eingelebt und an die Zeit angepasst. Hitze und Regen sind ungewoehnlich aber keinesfalls so belastend, wie alle sagen - die Pussies! Bangkok ist eine faszinierende Stadt und jeden Tag bekommen wir von andern Backpackern, von denen es hier wimmelt, neue gute Tips zum Besuchen. Auch die Vorbereitungen fuer die naechste Etappe lassen sich gut an. Ihr koennt also gespannt sein. Und entspannt, wenn Ihr unsere Muetter seid. Eure Buben werden ganz sicher nicht verhungern. Heute waren wir bei unserer Gastfamilie zum Essen eingeladen - mjam mjam schleck. Wie auch das tropische Obst, das hier 3x so gut schmeckt wie in Deutschland. Bloss Rieslingshorle gibts leider keinen.

Montag, 2. August 2010

Akumme



So alla,


sind nun erstmal in Bangkok bei unserer Gastfamilie angekommen. Unser Domizil nach gehobenem Rock am Ring-Standard ueberzeugt mit freundlicher Bewirtung und direkter Nachbarschaft zur Singha-Brauerei. Nicht nur uns gefaellt es gut, auch den putzigen Eidechsen an den Hofwaenden und garstigen fingergrossen Kakerlaken im Bad. Nach erfolgreicher naechtlicher Jagd waren wir des Morgens natuerlich hungrig. Da kam unser heutiges Fruehstueck aus Reis, Chili-Sosse, Eiern und Speck gerade Recht als Start in den neuen Tag.
Auch hier lassen wir uns natuerlich nicht lumpen, gibt es doch keinen besseren Weg fremde Laender kennenzulernen als durch den Magen. Das Essen ist uebrigens vorzueglich und so guenstig, dass auch Christian endlich mal satt wird. Davon konnte man naemlich im Hause Emirates Air nicht gerade sprechen.


Der Tag ist fuer uns jetzt noch nicht zuende, denn Bangkok hat noch viele Ueberraschungen und urige Einwohner fuer uns in petto.


Bleibt dran und schaut ab und zu mal wieder rein,


Christian und Peter.